Coenzym Q10: Booster oder Mythos? Fakten, Nutzen & Studien

Willkommen zu diesem umfassenden Q&A-Guide über Coenzym Q10 (kurz:Q10 oder CoQ10).

Hier findest du wissenschaftlich fundierte Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Coenzym Q10:

  • Wie Coenzym Q10 im Körper wirkt
  • Wie sich ein Q10-Mangel äussert und was du dagegen tun kannst
  • Ob CoQ10 krebserregend ist
  • Wie du mit Q10 deine Mitochondrien stärkst & Fatigue Symptome reduzierst
  • Was der Unterschied zwischen Q10 Ubiquinol und Ubiquinon
  • Den Einfluss von Q10 auf die Psyche
  • Den Einfluss von Q10 auf gesundes Altern & Longevity
  • etc.

Falls du gezielt nach spezifischen Informationen suchst, nutze das Inhaltsverzeichnis unten. Wissenschaftlich fundiert und praxisnah – so erhältst du eine faktenbasierte Entscheidungshilfe zur richtigen Anwendung von Coenzym Q10.

Falls du lieber das Q&A im Hörbuch-Format hören möchtest:

Warum ist CoQ10 wichtig?

Coenzym Q10 (auch bekannt als Ubiquinon oder Ubiquinone) ist ein körpereigenes, vitaminähnliches Molekül, das eine Schlüsselfunktion in der Energieproduktion der Zellen übernimmt. Es fungiert als starkes Antioxidans und schützt Zellmembranen vor oxidativen Schäden. [1]

Besonders Organe mit hohem Energieverbrauch – wie Herz, Muskeln, Gehirn und Leber – weisen hohe Q10-Konzentrationen auf. [1]

Doch mit zunehmendem Alter oder unter bestimmten Bedingungen wie besondere Belastungen und Krankheiten, kann der Q10-Spiegel sinken. Dies kann sich durch Symptome wie Müdigkeit, Muskelschwäche oder Konzentrationsprobleme äußern. Zudem gibt es viele Mythen rund um Q10, z. B. ob Coenzym Q10 krebserregend ist.

Was du in diesem Beitrag findest

Wann nimmt der Coenzym Q10-Spiegel ab?

Q10-Mangel tritt bei gesunden Menschen selten auf, da der Körper Coenzym Q10 selbst herstellt und es zusätzlich über die Nahrung aufgenommen wird. Doch mit zunehmendem Alter, oxidativem Stress und bestimmten Krankheiten sinkt der Q10-Spiegel deutlich. [2,3,4]

Natürlicher Rückgang von Coenzym Q10 mit dem Alter

Studien zeigen, dass die Q10-Konzentration in wichtigen Organen mit den Jahren abnimmt. [5] Besonders betroffen sind:

  • 📉 Herz (-58 %)
  • 📉 Bauchspeicheldrüse (-69 %)
  • 📉 Milz (-60 %)
  • 📉 Lunge (-48 %)

Dieser natürliche Abbau könnte erklären, warum Menschen ab dem mittleren Lebensjahr häufiger an Müdigkeit, Muskelschwäche und Herz-Kreislauf-Problemen leiden.

Tabelle zur Entwicklung der Coenzym Q10 Werte nach Lebensalter
Quelle: DocMedicus Gesundheitslexikon

Ursachen für einen Q-10 Mangel

Ein Mangel an Coenzym Q10 tritt nicht nur mit dem Alter auf, sondern auch durch bestimmte Lebensumstände und Krankheiten [4,6]:

  • Chronischer Stress & hohe Belastung – Der Körper verbraucht mehr Q10, als er nachproduzieren kann.
  • Langfristige Einnahme von Statinen – Cholesterinsenker blockieren nicht nur die Cholesterinsynthese, sondern auch die körpereigene Q10-Produktion.
  • Diabetes & Stoffwechselstörungen – Erhöhter oxidativer Stress führt zu schnellerem Q10-Verbrauch.
  • Schilddrüsenüberfunktion – Der gesteigerte Stoffwechsel verbraucht große Mengen an Q10.
  • Krebserkrankungen – Viele Tumorpatienten zeigen auffallend niedrige Q10-Werte, da Krebszellen viel Energie verbrauchen.
  • Ungesunde Ernährung & Lebensstil – Nährstoffarme Ernährung, Rauchen oder hoher Alkoholkonsum begünstigen Q10-Defizite.
Erschöpfte Frau am Schreibtisch. Mikronährstoffmangel kann auch bei nährstoffreicher Ernährung entstehen, wenn besondere Belastungen vorliegen

Q-10 Mangelerscheinungen: Symptome erkennen

Die häufigsten Q10-Mangelerscheinungen sind unspezifisch: Betroffene fühlen sich oft müde, energiearm und muskulär schwach, da den Zellen buchstäblich der „Treibstoff“ fehlt.

  • Chronische Müdigkeit und Energiemangel: Die Zellen produzieren zu wenig ATP (Energie), was zu anhaltender Erschöpfung und Leistungsschwäche führt.
  • Muskelschwäche und Schmerzen: Menschen, die Statine einnehmen, berichten häufig über Muskelschmerzen, Krämpfe und verminderte Belastbarkeit.
  • Konzentrationsprobleme und Vergesslichkeit: Da das Gehirn viel Energie benötigt, kann ein Q10-Mangel kognitive Funktionen beeinträchtigen.
  • Schwaches Immunsystem: Niedrige Q10-Werte werden mit einer höheren Infektanfälligkeit in Verbindung gebracht.
  • Herz-Kreislauf-Probleme: Eine unzureichende Q10-Versorgung kann die Herzmuskelfunktion beeinträchtigen und das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erhöhen – besonders problematisch für Menschen mit Vorerkrankungen.

Ein Mangel an Q10 kann die mitochondriale Dysfunktion verschlimmern und das Fortschreiten des Alterns oder altersbedingter Krankheiten beschleunigen. [1,7]

Es gibt Hinweise darauf, dass die Verringerung des CoQ10-Spiegels während des Alterns mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-II-Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, Sarkopenie, neurodegenerativen Erkrankungen und anderen altersbedingten Krankheiten in Verbindung gebracht werden kann. [8]

Ist Coenzym Q10 krebserregend? Fakten aus der Forschung

Die Frage, ob Coenzym Q10 krebserregend sein könnte, sorgt immer wieder für Verunsicherung. Doch die wissenschaftliche Datenlage gibt keinen Hinweis darauf, dass Q10 Krebs verursacht oder das Tumorwachstum fördert. Im Gegenteil:

Coenzym Q10 ist ein körpereigenes Antioxidans, das freie Radikale neutralisiert und so vor DNA-Schäden schützt – einem der Hauptmechanismen der Krebsentstehung. [9]

Q10-Mangel bei Krebspatienten

Tatsächlich zeigen Studien, dass viele Krebspatienten niedrigere Q10-Blutwerte haben, insbesondere bei: [10, 11, 13, 14, 15]

  • Brustkrebs
  • Lymphomen & Myelomen
  • Lungen- & Prostatakrebs

Ein möglicher Grund: Krebszellen erzeugen hohen oxidativen Stress, was den Q10-Spiegel im Körper reduziert.

Zusammengefasst gibt es keine Belege, dass Q10 Krebs auslöst. Vielmehr wird erforscht, ob Q10 bei Krebs unterstützen kann – z. B. zur Reduktion von Müdigkeit bei Tumorpatienten (hier sind die Studienergebnisse bislang gemischt) oder zum Schutz gesunder Zellen vor Chemo-Nebenwirkungen. [16, 17]

Wichtig: Da Q10 als Antioxidans theoretisch auch den Tumorzellen zugutekommen könnte, raten Onkologen, während Chemo- und Strahlentherapie nur in Rücksprache mit dem Arzt Q10 oder andere Antioxidantien einzunehmen.
Fitte Frau, die den Berg hochläuft. Visualisierung von energetisierender Wirkunge von NAD+ IV Infusionen

Mitochondrien stärken mit Coenzym Q10

CoQ10 ist essenziell für die Energieproduktion der Zellen. Das Enzym spielt eine Schlüsselrolle in den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zellen.

Die zentrale Rolle der Mitochondrien wird klar, wenn man bedenkt, dass sie maßgeblich für die Gesundheit verantwortlich sind. Tatsächlich liegt allen chronischen altersbedingten Erkrankungen eine mitochondriale Dysfunktion zugrunde.

Wie funktioniert Q10 in den Mitochondrien?

In der Atmungskette der Mitochondrien fungiert Q10 als elektronentransportierendes Molekül: Es überträgt Elektronen zwischen den Enzymkomplexen I/II und III und ermöglicht so die oxidative Phosphorylierung. Dieser Prozess ermöglicht die Bildung von ATP (Adenosintriphosphat) – der universellen Energiequelle unserer Zellen. [1, 18]

Einfach gesagt: Ohne ausreichend Q10 gerät dieser „Elektronenfluss“ ins Stocken und die Energieerzeugung bricht zusammen. Unsere Zellen produzieren weniger effizient Energie (ATP), was sich in geringer Leistungsfähigkeit und schneller Ermüdung bemerkbar machen kann.

Q10 als Antioxidans – Schutz vor oxidativem Stress

Zusätzlich zu seiner Funktion in der Energiegewinnung ist Q10 ein starkes Antioxidans. Besonders in seiner reduzierten Form (Ubiquinol) fängt es freie Radikale ab und verhindert die Oxidation von Lipiden in Zellmembranen und Lipoproteinen. [1,4] Damit schützt es z. B. die Mitochondrienmembran vor Schäden und hilft, andere Antioxidantien wie Vitamin C und E in ihrer aktiven Form zu halten. [18]

✅ Oxidativer Stress: Entsteht, wenn freie Radikale die Zellen angreifen – ein Prozess, der durch Stress, Umweltgifte oder Alterung verstärkt wird.

✅ Q10 neutralisiert diese schädlichen Moleküle und trägt zur langfristigen Stabilität der Zellstrukturen bei. [1,18]

Schematische Darstellung von Mitochondrien & Coenzym Q10 Rolle in der Mitochondrialen Atmungskette.
In der Innenmembran der Mitochondrien spielt Coenzym Q10 eine entscheidende Rolle bei der Umwandlung von Nährstoffen in ATP. Quelle Grafik: [4]

Verbessert Coenzym Q10 Fatigue & Chronical Fatigue Syndrom (CFS)?

Menschen mit chronischer Erschöpfung, wie dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) oder Long COVID, berichten oft von Energieverlust und Müdigkeit – ein Zustand, der mit einer Mitochondrien-Dysfunktion und oxidativem Stress in Verbindung stehen könnte. [5]

Wissenschaftliche Studien zu Q10 und Fatigue

Studien zeigen, dass:

  • Patienten mit CFS oft niedrige Q10-Werte und eine gestörte ATP-Produktion haben. [18]
  • Eine Q10-Supplementierung bei Menschen mit mitochondrialer Dysfunktion die Energieproduktion verbessern kann. CoQ10 stellt die gestörte Elektronenflussrate in der Atmungskette wieder her und erhöht damit die ATP-Bildung. [18]

In mehreren klinischen Untersuchungen wurden Verbesserungen von Erschöpfungszuständen und eine Abnahme von Fatigue-Symptomen beobachtet, wenn Q10 supplementiert wurde. [19, 20, 21, 22]

Gerade im Kontext des Fatigue-Syndroms (z. B. bei chronischem Erschöpfungssyndrom oder Fibromyalgie) gibt es Hinweise auf die energetisierende Wirkung von Q10. [23, 24]

In einer Studie mit Jugendlichen, die unter Fibromyalgie litten, führte eine drei Monate lange Gabe von 100 mg Coenzym Q10 pro Tag zu einer signifikanten Verbesserung von Müdigkeit und Erschöpfung. [25]

In einer weiteren Untersuchung reduzierte eine höhere Dosis (400 mg/Tag über 6 Monate) chronische Müdigkeits- und Schmerzsymptome um 20–40 %. [26] Die Autor*innen führen diese Effekte darauf zurück, dass Q10 die gestörte Mitochondrienfunktion normalisiert und den Zellen dadurch wieder mehr Energie zur Verfügung steht. [18]

Kurz gesagt: Coenzym Q10 stärkt die Mitochondrien und verbessert die zelluläre Energiegewinnung – eine Grundlage für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Frau im Einklang mit sich. Stress schüttet Cortisol aus, das wiederum die Tiefschlafqualität beeinträchtigt.

Wirksamkeit von Q10 bei Long Covid - neueste Studien

Die Evidenzlage bei Long COVID (Post-COVID-Syndrom) ist noch begrenzt und teilweise widersprüchlich.

Eine Beobachtungsstudie aus 2022 untersuchte 174 Long-COVID-Patienten: 116 erhielten über zwei Monate CoQ10 (200 mg/Tag) plus α-Liponsäure (ALA, ein mitochondriales Coenzym mit antioxidativen Eigenschaften). Die übrigen 58 Patienten blieben unbehandelt. [27]

Das Ergebnis fiel zugunsten der Supplementierung aus: 53,5 % der behandelten Patienten verzeichneten eine vollständige Besserung im Fatigue Severity Score (FSS, ein Maß für die Erschöpfungsschwere). in der Kontrollgruppe waren es nur 3,5 % der Patienten.

Da die Studie nicht mit einer verblindeten Placebo-Kontrolle (bei der weder Patienten noch Forscher wissen, wer das echte Präparat bekommt) durchgeführt wurde, bleibt unklar, ob der Effekt wirklich auf CoQ10 zurückzuführen ist. Die Autoren empfehlen daher weitere, besser kontrollierte Studien. [27]

Eine solche wurde in einer Phase-II-Studie mit 41 Long-COVID-Patienten durchgeführt. Diese erhielten sechs Wochen lang eine höhere CoQ10-Dosis (500 mg/Tag) oder ein Placebo. Diesmal zeigte sich jedoch keine deutliche Verbesserung der Symptome durch CoQ10 – ein Dämpfer für die anfängliche Begeisterung. [28]

Allerdings sind bei der Interpretation dieser negativen Studie ein paar Punkte zu beachten: Die Teilnehmerzahl war relativ gering, und über die Hälfte der Patienten hatte Übergewicht oder Adipositas. [29]

Interessanterweise senkt CoQ10 nachweislich den Entzündungsmarker IL-6 nur bei Normalgewichtigen, nicht aber bei Übergewichtigen. [30]

Da erhöhte entzündliche Zytokine (z.B. IL-6-Spiegel) mit Long COVID in Zusammenhang stehen, könnte das Ansprechen auf CoQ10 also vom Stoffwechsel abhängen. Die Studienautoren regen an, in Subgruppen-Analysen (z.B. normalgewichtige Patienten) zu prüfen, ob sich dort doch ein Effekt zeigt. [29]

Kurz gesagt: Q10 könnte Symptome wie Fatigue in Long COVID lindern, insbesondere wenn ein mitochondrialer Energiemangel vorliegt – doch klare Belege liefern erst zukünftige große Studien.

Mann beim Joggen am Strand. Ausdauersport ist eine Massnahme zur Verbesserug der Mitochondrienfunktion

Coenzym Q10 für gesundes Altern, Anti-Aging und Langlebigkeit

CoQ10 wird zunehmend als Anti-Aging-Supplement und Longevity-Booster diskutiert. Kein Wunder: Mit steigendem Alter nimmt der Q10-Spiegel im Körper deutlich ab – besonders in energieintensiven Organen wie dem Herz (-58 % zwischen dem 20. und 80. Lebensjahr). [5]

Folgen eines niedrigen Q10-Spiegels im Alter:

  • Verminderte Energieproduktion → führt zu Erschöpfung & Muskelschwäche
  • Höherer oxidativer Stress → beschleunigt Zellalterung
  • Erhöhtes Risiko für degenerative Erkrankungen wie Herzinsuffizienz & Diabetes

Q10 & gesundes Altern: Kann es die Lebensdauer verlängern?

Die Forschung liefert dazu spannende Hinweise.

KISEL-10-Studie: Q10 & Selen für Herzgesundheit

In der KISEL-10-Studie aus Schweden wurden 440 ältere Probanden (70–88 Jahre) über 5 Jahre mit täglich 200 mg Q10 plus 200 µg Selen oder Placebo versorgt. [31]

Die Ergebnisse waren beeindruckend – die behandelte Gruppe zeigte eine signifikant bessere Herzfunktion, seltener Krankenhausaufenthalte wegen Herzproblemen und vor allem eine reduzierte kardiovaskuläre Sterblichkeit im Vergleich zur Placebo-Gruppe.

Darüber hinaus berichteten die Teilnehmer unter Q10/Selen von einer höheren Lebensqualität und Vitalität. Diese Effekte hielten in einer Langzeitnachbeobachtung sogar noch Jahre nach Studienende an. Die Autoren folgern, dass Q10 in Kombination mit Selen bei älteren Menschen mit niedrigem Selenstatus einen Anti-Aging-Effekt auf das Herz-Kreislauf-System hat und potenziell die Lebensdauer verlängern kann. [31]

Q-SYMBIO-Studie: Q10 bei Herzinsuffizienz

In dieser Multicenter-Studie erhielten Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz 3 x 100 mg Q10 täglich. Nach 2 Jahren hatten deutlich mehr Patienten der Q10-Gruppe eine verbesserte Herzfunktion, und es traten weniger schwerwiegende Herzereignisse inklusive Todesfälle auf als in der Placebo-Gruppe. [32]

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Q10 nicht nur theoretisch Zellen schützt, sondern auch real die Lebensprognose bei Hochrisikopatienten verbessern kann – ein wichtiges Indiz für die Langlebigkeits-Forschung. [32]

Maximale Lebensspanne

Was die maximale Lebensspanne betrifft, sind die Daten bei sonst gesunden Menschen noch begrenzt. Tierversuche an Nagern brachten gemischte Resultate: Manche Studien fanden eine leichte Verlängerung der Lebensdauer durch Q10-Gabe, andere keinen Effekt. [33]

In menschlichen Langzeitstudien fehlen noch klare Beweise dafür, dass Q10 die maximale Lebenszeit verlängert. Allerdings kann „Langlebigkeit“ auch anders definiert werden, nämlich als möglichst lange Gesundheitsspanne (health span).

Q10 & Health Span: Verbesserte Gesundheitsmarker

  • Blutdruck & Endothelfunktion (wichtig für Gefäßgesundheit)
  • Reduktion von Entzündungsmarkern (z. B. IL-6)
  • Unterstützung der Muskelfunktion & Zellenergie [34]

Fazit: Kann Q10 die Lebensdauer verlängern?

Das bedeutet: Q10 kann zwar nicht direkt die Anzahl der Lebensjahre erhöhen, aber es könnte helfen, Altersbeschwerden hinauszuzögern und die Gesundheitsspanne (Health Span) zu verlängern. [31, 34]

Was sagt die Longevity-Community?

In der Longevity-Community wird Q10 daher als feste Größe betrachtet. Viele Biohacker integrieren Coenzym Q10 in ihr Supplement-Regime für gesundes Altern. Zum Beispiel supplementiert Bryan Johnson 100 mg CoQ10 pro Tag. [35]

Es wird oft zusammen mit anderen Mitochondrien-Helfern wie NAD+-Boostern (z. B. NR/NMN), PQQ, Carnitin oder Alpha-Liponsäure eingesetzt. Während ein Wundermittel-Status nicht gerechtfertigt ist, gilt Q10 als grundlegender Baustein: quasi eine „Mitochondrien-Versicherung“, um in höherem Alter die zelluläre Energieproduktion aufrechtzuerhalten und oxidativen Verschleiß zu vermindern.

Zusammenfassung

Coenzym Q10 unterstützt viele Prozesse, die mit Alterungsprozessen in Verbindung stehen, und fördert ein gesundes Altern.

Ob es die maximale Lebenszeit verlängert, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend bewiesen – aber die bisherigen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass Q10 dazu beitragen kann, die Lebensqualität und Gesundheitsspanne zu erhöhen.

Für alle, die an Longevity und Anti-Aging interessiert sind, lohnt es sich daher, auf eine gute Q10-Versorgung zu achten – sei es durch eine Q10-reiche Ernährung, die körpereigene Produktion (durch einen gesunden Lebensstil) oder durch ein hochwertiges Supplement.

Visualisierung von Q10 Supplemente Gelkapseln auf einer Oberfläche

Welche Nebenwirkungen haben Coenzym Q10 Kapseln?

Coenzym Q10 gilt als sehr sicheres Nahrungsergänzungsmittel, das selbst in hohen Dosierungen von bis zu 1200 mg pro Tag gut vertragen wird. Langzeitstudien zeigen keine toxischen Effekte – selbst bei mehrjähriger Einnahme. [36]

Mögliche, aber seltene Nebenwirkungen:

  • Leichte Verdauungsbeschwerden (z. B. Übelkeit, Durchfall, Magenverstimmung)
  • Appetitverlust – tritt nur gelegentlich auf
  • Schlaflosigkeit – Q10 kann die Zellaktivität steigern, daher besser morgens oder mittags einnehmen
  • Beeinflussung der Blutgerinnung – besonders relevant für Menschen, die Blutverdünner einnehmen [10]

Wann ist Vorsicht geboten?

  • Blutverdünner & Q10: Hohe Q10-Dosen könnten die Wirkung von Medikamenten wie Warfarin leicht beeinflussen – Rücksprache mit einem Arzt ist ratsam. [10]
  • Q10 in der Krebstherapie: Antioxidantien wie Q10 könnten theoretisch die Wirksamkeit von Chemo- oder Strahlentherapie beeinflussen – daher nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen. [10]
  • Schwangere & Stillende: Es gibt keine eindeutigen Langzeitstudien, daher wird Vorsicht empfohlen.

Fazit:

Coenzym Q10 zeichnet sich durch eine hohe Verträglichkeit aus. Die europäischen Behördengutachten stufen Q10 als sicher ein, und es ist in vielen Ländern als freiverkäufliches Supplement zugelassen.

Bei normaler Verwendung von Q10 sind Nebenwirkungen die Ausnahme – Coenzym Q10 gilt als gut verträglich und sicher.

Wann Q10 Einnehmen

Wer auf Nummer sicher gehen will, beginnt mit einer niedrigeren Dosis (z.B. 100 mg täglich) und steigert bei guter Verträglichkeit, bis das Zielwert erreicht ist. Da Q10 fettlöslich ist, empfiehlt sich die Einnahme zu einer Mahlzeit, um die Aufnahme zu optimieren.

Morgens oder abends – wann ist der beste Zeitpunkt?

Viele Menschen fragen sich, ob es besser ist, Coenzym Q10 morgens oder abends einzunehmen. Studien und Erfahrungsberichte legen nahe, dass die Einnahme am Morgen oder Mittag vorteilhafter ist. Der Grund dafür ist, dass Q10 die Zellenergie steigern kann. Eine Einnahme am Abend könnte daher bei empfindlichen Personen zu Schlafproblemen führen. [9]

Junge Frau im Büro voller Energie & Vitalität. Für geistige Wachheit, hoher Energielevel sind gesunde Mitochondrien essentiell

Q10: Ubiquinol vs. Ubiquinon: Welche Form ist besser?

Coenzym Q10 ist in zwei verschiedenen Formen erhältlich:

  • Ubiquinon → Oxidierte Form (häufiger in Standard-Supplements)
  • Ubiquinol → Reduzierte Form (besser bioverfügbar, aber teurer)

Hat Ubiquinol eine bessere Wirkung als Ubiquinon?

Ubiquinol ist im Dünndarm etwas leichter aufnehmbar, da es bereits die aktive Form darstellt.

Allerdings kann der Körper Ubiquinon problemlos in Ubiquinol umwandeln – der Unterschied in der Bioverfügbarkeit ist minimal. Das Q10-System des Körpers hält beide Formen dynamisch im Gleichgewicht. [1]

Die Wissenschaft konnte bisher keinen signifikanten Unterschied in der Wirksamkeit zwischen Ubiquinol und Ubiquinon feststellen. Beide Formen erhöhen den Q10-Spiegel im Blut und bieten die gleichen gesundheitlichen Vorteile. [1]

Wann ist Ubiquinol sinnvoll?

  • Für ältere Menschen, da die Umwandlung von Ubiquinon in Ubiquinol mit zunehmendem Alter langsamer abläuft.
  • Für Personen mit hohem oxidativem Stress, die möglicherweise einen direkten Zugang zur bioaktiven Form benötigen.
  • Für Menschen mit Verdauungsproblemen, da Ubiquinol im Dünndarm etwas besser aufgenommen werden kann.

Wann reicht Ubiquinon aus?

  • Für die meisten gesunden Menschen, da der Körper Ubiquinon effizient in die bioaktive Form umwandelt.
  • Für Personen, die Kosten sparen möchten, da Ubiquinon in der Regel deutlich günstiger ist als Ubiquinol.

Unser Tipp:

Achte mehr auf die Qualität (Hersteller, Reinheit) und eine ausreichend hohe Dosierung, anstatt dich zu sehr auf die Form zu fokussieren. Beide Varianten sind effektive Optionen, um den Q10-Spiegel anzuheben und die Wirkung von Ubiquinol bzw. die Wirkung von Ubiquinon im Körper zu nutzen – denn am Ende kommt beides auf dasselbe hinaus.

Darstellung von Cholesterinsenkern. Coenzym Q10 und Cholesterinsenker - können die Nebenwirkungen abschwächen

Coenzym Q10, Cholesterin und Statine: Was muss man wissen?

Coenzym Q10 wird häufig im Zusammenhang mit Cholesterin und Statinen (Cholesterinsenkern) diskutiert. Besonders interessant ist die Frage, wie sich Statine auf den Q10-Spiegel im Körper auswirken und ob eine Q10-Supplementierung helfen kann, mögliche Nebenwirkungen zu reduzieren.

Wie beeinflussen Statine den Q10-Spiegel?

Statine wirken, indem sie das Enzym HMG-CoA-Reduktase hemmen, das für die körpereigene Cholesterinsynthese notwendig ist. Da Coenzym Q10 über denselben Syntheseweg produziert wird, kann eine langfristige Statin-Therapie ungewollt den Q10-Spiegel im Körper senken.

Die Forschung zeigt:

  • Patienten unter Statin-Therapie haben oft deutlich niedrigere Q10-Konzentrationen in der Muskulatur. [37]
  • Ein niedriger Q10-Spiegel wird mit Muskelschwäche, Muskelkrämpfen und Schmerzen in Verbindung gebracht. [38]

Diese Beschwerden sind als Statin-assoziierte Myopathie bekannt und können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Kann CoQ10 die Nebenwirkungen von Statinen reduzieren?

Diese Frage wurde in mehreren Studien untersucht. Während frühere Studien zu uneinheitlichen Ergebnissen kamen, zeigen neuere wissenschaftliche Analysen zunehmend eine positive Wirkung von Q10. [39]

Ergebnisse einer Meta-Analyse aus 2024

Eine systematische Übersichtsarbeit, die vier randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 800 Patienten auswertete, kam zu folgendem Ergebnis: [40]

✅ Die tägliche Einnahme von 100–200 mg Coenzym Q10 verbessert die durch Statine verursachten Muskelschmerzen und Muskelschwäche signifikant. [40]

✅ Die Teilnehmer zeigten keine nennenswerten Nebenwirkungen durch die Supplementierung.

Das bedeutet: Eine tägliche Q10-Zufuhr könnte dazu beitragen, die Verträglichkeit von Statinen zu verbessern, indem sie Muskelschmerzen und Müdigkeit reduziert. [40]

Hat Coenzym Q10 einen direkten Einfluss auf Cholesterin?

Während Coenzym Q10 viele gesundheitliche Vorteile hat, senkt oder erhöht es den Cholesterinspiegel selbst nicht in relevantem Ausmaß. Es beeinflusst weder das LDL-Cholesterin noch das HDL-Cholesterin direkt.

Jedoch zeigt die Forschung, dass Q10 die Herzgesundheit unterstützen kann, indem es:

Die Energiebereitstellung für den Herzmuskel verbessert

Oxidativen Stress reduziert

Die Funktion der Blutgefäße positiv beeinflusst

Diese indirekten kardiovaskulären Vorteile unterstreichen, wie eng Q10 mit dem Cholesterin-Stoffwechsel und der Herzgesundheit verknüpft ist, auch wenn es den Cholesterinspiegel an sich nicht direkt moduliert.

Fazit in Kürze:

Wer Statine einnimmt und unter Muskelschmerzen leidet, kann mit ärztlicher Rücksprache einen Versuch mit Q10 (üblich sind ~100 mg täglich) machen. Die Evidenz deutet darauf hin, dass Q10 die Nebenwirkungen der Cholesterinsenker (Statine) lindern kann, während es selbst die Cholesterinsenkung nicht beeinträchtigt. [40]

Nahaufnahme von meditierenden Frau im Lotussitz. Stressreduktion stabilisiert den Blutzucker, regt den Parasympathikus und entstresst damit

Beeinflusst Coenzym Q10 die Psyche?

Die Wirkung von Coenzym Q10 auf die Psyche wird zunehmend wissenschaftlich erforscht. Da das Gehirn für seine Funktion viel Energie benötigt, spielt der zelluläre Energiestoffwechsel eine entscheidende Rolle für die geistige Gesundheit.

Auffällig ist, dass bei psychischen und neurologischen Erkrankungen wie Depression, Bipolarer Störung oder chronischer Erschöpfung oft Entzündungsprozesse, oxidativer Stress und mitochondriale Dysfunktion beteiligt sind. [41]

Da Coenzym Q10 als Antioxidans, Entzündungshemmer und Energiebooster wirkt, könnte es eine unterstützende Rolle bei der Regulierung psychischer Beschwerden spielen. [41]

CoQ10 und Depression: Gibt es wissenschaftliche Belege?

Tatsächlich zeigen sich in ersten klinischen Studien vielversprechende Ergebnisse.

Doppelblind-Placebo-Studie aus dem Jahr 2024 bei Depression:

In einer Untersuchung erhielten Patienten mit Depression täglich 200 mg Q10 über 8 Wochen. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verbesserung der depressiven Symptome gegenüber der Placebo-Gruppe. Die Teilnehmer berichteten über eine stärkere Stimmungsaufhellung, und es traten kaum Nebenwirkungen auf. [42]

Q10 bei älteren Menschen mit Depression & Fatigue:

Eine weitere Untersuchung fand bei älteren Patienten mit Depression sowie bei Veteranen mit chronischer Müdigkeit eine gesteigerte Vitalität und Lebensqualität unter Q10. [43]

Q10 und Multiple Sklerose (MS):

Spannend ist auch: Bei Patienten mit Multipler Sklerose konnte eine hochdosierte Q10-Gabe (500 mg/Tag) über 12 Wochen sowohl die Fatigue als auch die Depressionswerte verbessern. [44]

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Q10 einen positiven Einfluss auf Energie und Stimmungslage haben kann – vermutlich durch die Verbesserung der mitochondrialen Funktion in Hirn- und Muskelzellen sowie die Reduktion neuroinflammatorischer Prozesse.

Wie genau wirkt Coenzym Q10 auf das Gehirn?

Mechanismen hinter der Wirkung:

  • Mitochondrien-Support: Q10 verbessert die Energiegewinnung in Hirnzellen und optimiert die ATP-Produktion.
  • Entzündungshemmung: Es reduziert neuroinflammatorische Prozesse, die bei Depression und Fatigue eine Rolle spielen.
  • Antioxidative Wirkung: Q10 fängt freie Radikale ab, die Nervenzellen schädigen könnten.

In Summe sprechen die aktuellen Befunde dafür, dass Q10 insbesondere dann psychisch positiv wirkt, wenn eine energetische Schwäche oder oxidativer Stress mit im Spiel sind – etwa bei Erschöpfungsdepressionen oder Stress-bedingten depressiven Verstimmungen. Q10 kann dann die zelluläre Energieversorgung im Gehirn verbessern und als Antioxidans wirken, was sich in besserer Stimmung, Antrieb und kognitiver Funktion niederschlagen kann.

Natürlich ersetzt Q10 keine Therapie bei schweren psychischen Erkrankungen, aber als begleitendes „Mitochondrien-Nahrungsergänzungsmittel“ zeigt es vielversprechende synergetische Wirkungen auf die Psyche.

Quellen

[1] Barcelos, I. P. d., & Haas, R. H. (2019). CoQ10 and aging. Biology, 8(2), 28. 

[2] López-Lluch, G. (2019). The important role of CoQ10 in aging. Antioxidants (Basel), 8(12), 570.

[3] Quinzii, C. M., et al. (2010). Reactive oxygen species, oxidative stress, and cell death correlate with level of CoQ10 deficiency. FASEB Journal, 24(10), 3733-3743. https://doi.org/10.1096/fj.09-152728

[4] Orfanos-Boeckel, H. (2022). Nährstoff-Therapie: Orthomolekulare Medizin & bioidentische Hormone: Mangel ausgleichen, Beschwerden lindern, Alterungsprozesse aufhalten (1. Aufl.). Trias Verlag.

[5] DocMedicus. (n.d.). Beruflicher und emotionaler Stress. DocMedicus Gesundheitslexikon.

[6] Hernandez-Camacho, J. D., Bernier, M., López-Lluch, G., & Navas, P. (2018). Coenzyme Q10 supplementation in aging and disease. Frontiers in Physiology, 9, 44. https://doi.org/10.3389/fphys.2018.00044

[7] López-Lluch, G., et al. (2010). Is coenzyme Q a key factor in aging? Mechanisms of Ageing and Development, 131(4), 225-235. https://doi.org/10.1016/j.mad.2010.02.003

[8] Mantle, D., Turton, N., & Hargreaves, I. P. (2022). Depletion and supplementation of coenzyme Q10 in secondary deficiency disorders. Frontiers in Bioscience-Landmark, 27(12), 322.

[9] PDQ Integrative, Alternative, and Complementary Therapies Editorial Board. (2024, May 28). Coenzyme Q10 (PDQ®): Patienteninformation. National Cancer Institute (USA). Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK65828.1/

[10] PDQ Integrative, Alternative, and Complementary Therapies Editorial Board. (2024, October 31). Coenzyme Q10 (PDQ®): Gesundheitsfachkräfte-Version. National Cancer Institute (USA). Retrieved from https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK65890/

[11] Jolliet, P., et al. (1998). Plasma coenzyme Q10 concentrations in breast cancer: Prognosis and therapeutic consequences. International Journal of Clinical Pharmacology and Therapeutics, 36, 506-509.

[12] Folkers, K., et al. (1997). Activities of vitamin Q10 in animal models and a serious deficiency in patients with cancer. Biochemical and Biophysical Research Communications, 234, 296-299.

[13] Rusciani, L., et al. (2007). Recombinant interferon alpha-2b and coenzyme Q10 as a postsurgical adjuvant therapy for melanoma: A 3-year trial with recombinant interferon-alpha and 5-year follow-up. Melanoma Research, 17, 177-183.

[14] Mano, T., et al. (1998). Vitamin E and coenzyme Q concentrations in the thyroid tissues of patients with various thyroid disorders. American Journal of Medical Sciences, 315, 230-232.

[15] Quiles, J. L., et al. (2003). Coenzyme Q differentially modulates phospholipid hydroperoxide glutathione peroxidase gene expression and free radicals production in malignant and non-malignant prostate cells. BioFactors, 18, 265-270.

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Rechtlicher Hinweis

Die in diesem Beitrag bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt oder eine andere medizinische Fachkraft. Bei gesundheitlichen Beschwerden, der Einnahme von Medikamenten oder vor der Anwendung von Coenzym Q10 als Nahrungsergänzungsmittel wird dringend empfohlen, einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren. Die dargestellten wissenschaftlichen Studien und Erkenntnisse spiegeln den aktuellen Forschungsstand wider, können jedoch individuell unterschiedlich wirken.

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